Beelitzer Heilstätten

Beelitzer Lungenheilstätten

1898 begannen die Bauarbeiten des Heilstättenkomplexes für Lungenkranke.

Die Beelitzer Lungenheilstätten hatten eine eigene Versorgung und Infrastruktur.

In dem Komplex befanden sich für damalige Zeiten ein hochmodernes Heizkraftwerk für die Erzeugung von heißem Wasserdampf, Wasser und elektrischem Strom.

Des weiteren gehörte eine Bäckerei, eine Gärtnerei, eine Anstaltskirche und eine Fleischerei zu den Beelitzer Lungenheilstätten. Neben den Krankenpavillons waren auf dem Gelände der Heilstätten Wohnhäuser für Bedienstete und Ärzte, ein Gebäude für die Kochküche und ein Wäschereigebäude.

Die Ergänzung um ein Chirurgiegebäude folgte 1930.

Der Beginn

Die Beelitzer Lungenheilstätten wurden gebaut um die Volkskrankheit Tuberkulose besser in den Griff zu bekommen.

In vier Bauphasen entstanden die Beelitzer Lungenheilstätten.

Die Anlage unterteilte sich in vier Quadranten. Frauen und Männer waren hier streng von einander getrennt.

1902 konnten bereits 600 Frauen und Männer in der Lungenheilstätte untergebracht werden.

Die Gebäude in Beelitz

Das Heizkraftwerk

Der 44 Meter hohe Wasserturm überragt das gesamte Gelände.

Die Kochküche

Im Areal der Frauen wurde die Kochküche in einem eigenen Pavillon errichtet.
Das fertige Essen wurde durch unterirdische Gänge direkt zu den jeweiligen Krankenpavillons transportiert. Die Speisen waren üppig und gehaltvoll, damit die Patienten wieder zu Kräften kamen. Die Kochküche verpflegte die Patienten und das gesamte Personal der Heilstätte.

Die Waschküche

Die gesamte Wäsche der Heilstätte kam in die Waschküche, wo sie eingeweicht, gekocht und auch geglättet wurde.

Die Chirurgie

1930 wurde die Chirurgie fertiggestellt.
Das damals hochmoderne Gebäude verfügte über drei Operationssäle und zahlreiche Einzelbettzimmer.

Die Krankenpavillons

Bei der Planung der Krankenpavillons berücksichtigten die Architekten das Prinzip der kurzen Wege. Die Patienten erreichten ohne viel Mühe die Wasch- und Baderäume, die Untersuchungszimmer und den Speisesaal. Um den Patienten maximale Sonne zu gewähren, platzierte man die Bettenzimmer südseitig.

In einer weiteren Bauphase von 1905 bis 1907 wurden die neuen Pavillons mit Aufzügen ausgestattet.

Die sowjetische Nutzung

Das gesamte Areal war Sperrgebiet ab 1945.

Der gesamte Komplex der Beelitzer Lungenheilstätten wurde bis 1994 von der sowjetischen Armee genutzt. Die Heilstätten waren das größte Militärhospital der sowjetischen Armee im Ausland.


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